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Schneelicht

 

Jetzt schneit es kleine Glitzersterne.
Der Winter guckt aus dem Versteck
und zieht sich warme Mützen an.
Die Welt schneit langsam weg.

Dann über Nacht nach draußen gehen,
am Rand der Spuren stehenbleiben,
betrachten, wie sie weiß verschmelzen
und in ein Nichts zusammentreiben,

bis nur das Schauen übrigbleibt.
Dann wird es kalt. Dann wird es still.
Nur noch ein Meer aus Glitzersternen.
Ein Schweben, das nach Hause will.

Ein Stück davon hat einen Namen.
Ein Stück davon geht in dein Herz.
Und es ist warm und sagt ganz leise :
" Schenk mich den Freunden,
morgenwärts. "

~

24. November 1999
 
 

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