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Zenerkarten

 
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  Kein Orakel im engeren Sinn, obwohl man die Karten sicher auch dafür verwenden könnte, wenn man ihnen entsprechende Bedeutungen zuweist.

Man könnte sie etwa verknüpfen mit den klassischen vier Elementen Erde - Wasser - Luft - Feuer plus Äther als fünftes Element, oder mit den indischen fünf Tattwas, oder mit den Elementen der chinesischen Tradition.

 
Auf den sogenannten 'Zenerkarten' ist jeweils eines von fünf Bildymbolen zu sehen:
Quadrat, Kreis, Kreuz, Stern oder Welle.
 

 
Die Karten wurden von Joseph Banks Rhine und seinem Mitarbeiter Karl E. Zener während der wissenschaftlichen Forschung über die Existenz und Häufigkeit von PSI-Phänomenen entwickelt, um außersinnliche Wahrnehmung zu testen.

Die Karten werden gemischt, und die Versuchsperson soll das jeweils oberste Symbol bzw. die Reihenfolge der Symbole wahrnehmen, ohne die Karten selbst anzuschauen.

Dabei sind zwei Versuchsanordnungen möglich: ein anderer Versuchsteilnehmer kann zur selben Zeit die Karten im selben Raum oder in einem anderen Raum anschauen --- hier wäre bei Erfolg sowohl Hellsehen als auch Telepathie als Erklärung möglich --- , oder die Versuchsperson gibt ihre Wahrnehmung zu Protokoll, danach erst werden die Karten angeschaut, und das Ergebnis wird verglichen.

Die dritte Versuchsanordnung ist die vorliegende: computergestützt, ohne Versuchsleiter, ohne andere Teilnehmer außer Dir selbst. Das schließt Telepathie eigentlich aus --- es sei denn, jemand könnte die Entscheidungsvorgänge eines Computers telepathisch wahrnehmen ;-)

Ein Kartensatz besteht normalerweise aus 25 Karten mit den fünf verschiedenen Symboltypen. Das bedeutet eine Wahrscheinlichkeit von 1:5 (20%), daß eine bestimmte Karte erscheint. Eine richtige Vermutung wird als „Treffer" bezeichnet. Jede Trefferquote über 20% über einen längeren Zeitraum würde auf etwas anderes als reinen Zufall hindeuten. Für eine statistisch relevante Aussage müssen aber sehr viele Versuchsdurchläufe gemacht werden, man rechnet mit mindestens 100 --- also 100 mal den ganzen Packen = 2500 mal Karten-wahrnehmen, und das möglichst am Stück.

Die Frage ist dabei, ob man an einer solchen statistischen Arbeit interessiert ist, oder eher daran, den Vorgang der 'außersinnlichen Wahrnehmung' zu erleben und seine eigene Fähigkeit zu trainieren. Dann geht es um Qualität und nicht mehr um Quantität. Es geht darum zu erleben --- wahr-zu-nehmen --- , wie sich ein 'Treffer' und ein 'Nicht-treffer' anfühlen, und den Unterschied zu erlernen.

Schließlich ist die Fähigkeit zur außersinnlichen Wahrnehmung kaum zu dem Zweck vorhanden, um aus einem Packen von Karten die richtige vorherzusagen. Daher hätte es wenig Sinn, wenn jemand etwa sein Training darauf ausrichten wollte, daß diese Vorhersage statistisch gesehen immer besser gelingt.

Sinnvoller wäre es zu begreifen, was da vor sich geht und wie es funktioniert --- um die Fähigkeit in Situationen anwenden zu können, die vielleicht etwas lebensnaher sind. ;-)

Für den Versuch, sich einem solchen Begreifen anzunähern, sind die Karten aber durchaus geeignet. Man sollte sich dafür aber Zeit nehmen --- zum In-sich-selbst-reinspüren --- und nicht einfach eine Karte nach der anderen durchjagen.

 
   
 

 
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