Traumrufer Start Inhalt Orakel
 
Ein paar Tipps, wie man sich
auf die Befragung eines Orakels konzentriert
(auch bei anderen Gelegenheiten anwendbar)

 
'Konzentriere Dich' heißt (nicht nur bei einem Orakel) :
  • Sei möglichst ganz bei dem, was Du tust.

    Wenn Du Dir angewöhnt hast, ein Dutzend Tätigkeiten gleichzeitig auszuführen (eine Website anzuschauen, zu chatten, zu mailen, Radio zu hören, der Fernseher läuft auch noch, nebenbei mampfst Du irgendetwas in Dich hinein, und durch den Kopf gehen Dir tausend Dinge, die Du tun möchtest, tun müßtest oder noch nie getan hast...), dann wundere Dich nicht, wenn Deine Energie sich zerstreut und Du nervös wirst --- oder gelangweilt, wenn es mal weniger hektisch zugeht; was aber ebenfalls nur ein Zeichen für Deine über-reizten Nerven ist.
  • Wenn Du glaubst, mit Punkt 1 Schwierigkeiten zu haben, dann mach es zu einer täglichen Übung. Iß zum Beispiel Dein Frühstück mal ganz bewußt, nimm mal wahr, wie es wirklich schmeckt, kaue jeden Bissen, spüre dem Geschmack Deines Kaffees nach. Quatsche nicht dabei, hör nicht Radio, lies nicht Zeitung, heb Dir all die 'wichtigen' Probleme für später auf. Sie laufen Dir vermutlich nicht weg ;-)

    Dasselbe kannst Du in der U-Bahn oder an der Ampel machen. Du kannst Dich darüber ärgern, daß Du warten mußt, oder Du kannst die Zeit nutzen, indem Du einfach nur stehst oder sitzt, nicht mehr. Nur da sein. Das hört sich einfach an, ist es aber gar nicht. Und es kann eine bemerkenswerte, nachhaltige Erfahrung sein.

    Aber Achtung
    :
    solche Erfahrungen könnten Dich innerlich mehr berühren, als Du vorher glaubst, weil Dir plötzlich bewußt werden könnte, wie Du lebst. Möglicherweise lebst Du an Dir selbst vorbei? Überlege Dir, ob Du das wissen willst.
  • Überlege Dir auch vorher, ob Du wirklich dieses Orakel befragen willst. Obwohl es Spaß machen kann, das zu tun, und es völlig in Ordnung ist, wenn es Spaß macht, ist das Orakel selbst kein Spaß. Es will, auch im Spaß, ernst genommen werden. Dann wirst Du darin Antworten finden. Andernfalls kommt vermutlich nur Unsinn heraus, und das wäre dann genau das, was Du erwartet und 'bestellt' hast. Beschwere Dich dann also nicht.

    Was zum Beispiel das Lottozahlen~Orakel angeht, solltest Du vielleicht auch die simple Frage klären, ob Du wirklich im Lotto gewinnen willst. Die Frage klingt blöd? Das ist sie nicht. Frage Dich, was ein Gewinn in Deinem Leben verändern würde, und ob Du das wirklich möchtest. Reich zu sein könnte Verantwortungen mit sich bringen, zum Beispiel für Dich selbst und Dein weiteres Leben. Überlege Dir, ob Du die übernehmen willst.
  • Falls ich Dich jetzt genügend verwirrt habe ;-), ist das gut. Dann denk über das alles mal nach, oder besser, schalt Deinen Computer aus, mach einen Spaziergang und lerne, nicht zu denken. Das beständige Hintergrundgequassel in Deinem Kopf mal für einen Moment abzustellen.

    Das ist möglich. Du hast es nur vielleicht noch nie probiert, weil es eben 'normal' ist, daß die Gedankenmaschine ständig läuft. Lerne, daß es vielleicht 'normal' ist, aber keine zwingende Notwendigkeit. Dein Kopf ist noch da, auch wenn Du nicht denkst. Und Dein Bewußtsein ist auch noch da. Du spürst, wie Du gehst. Du siehst einen Baum, ohne ihn Baum zu nennen. Du siehst einen Freund, ohne ihn sofort bei seinem Namen (bei seiner Schublade).zu nennen. Vielleicht siehst Du dann etwas an ihm zum allererstenmal.
  • Wenn Du diese Übung machen willst, ist es anfangs vielleicht hilfreich, dem Bewußtsein anstelle der Gedanken etwas anderes anzubieten, womit es sich beschäftigen kann. (Auch das Bewußtsein ist ein Gewohnheitstier.)

    Du kannst Dich zum Beispiel auf den Punkt zwischen Deinen Augenbrauen konzentrieren, oder auf den Punkt im Bauch, der zwei-drei Fingerbreit unterhalb des Nabels liegt und den die Japaner 'Hara' nennen. Du kannst Deinem Atem folgen, wie er kommt und geht. (Es ist für diese Übung nicht nötig, irgendwelche komplizierten Atemübungen zu praktizieren, laß Deinen Atem ruhig so, wie er sein will.) Du kannst ein Mandala (Meditationsbild) betrachten. Einfache Bilder oder einfarbige Flächen eignen sich hierfür besser als komplexe Strukturen. Oder nimm irgendetwas in die Hand, einen Stein, einen Handschmeichler, einen Rosenkranz, und konzentriere Dich möglichst vollständig auf diesen Gegenstand.

    Gedankenleere im Bewußtsein zu erzeugen, heißt eine Lücke zu erzeugen, durch die eine neue Erfahrung möglich wird.

    Das kann plötzlich geschehen, es kann auch dauern. Eilt es denn? Wenn es eilt, solltest Du nicht nur Gedankenleere erlernen, sondern auch Geduld... ;-)

    Wenn Du Dir den 'Luxus' erlaubst, in Deinem mit Gedanken vollgestopften Bewußtsein einen leeren Raum zu schaffen, wirst Du erfahren, wie Du die eigene, Deinem Bewußtsein ursprüngliche Offenheit und Neugierde wiedergewinnst. Denn nur das, was leer ist, kann und will wirklich wieder gefüllt werden.
  • Das ist jedenfalls die Art der Konzentration, die Du am besten im Umgang mit Orakeln anwendest. Ein leeres, ruhiges, offenes Bewußtsein, wie schwebend über dem unermeßlichen Raum Deines Unbewußten, bereit, von ihm den Rat zu empfangen, den es Dir ständig gibt --- Du hast nur verlernt, zuzuhören.
  • Vielleicht wird es Dir raten, welche Kreuzchen im Orakel zu den richtigen Lottozahlen führen. Oder, viel besser, es rät Dir gleich die richtigen Zahlen auf dem Lottoschein. Ganz ohne Orakel.
  • Falls sowas dann für Dich noch wichtig ist. ;-)
 

 
Traumrufer Start Inhalt Orakel