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Wer ist eigentlich dieser Traumrufer ?
oder:

wenn ein Künstler
schon über sich selber redet...


  Traumrufer im Jahr 2000 mit Hut
 
...dann muß er diese Gelegenheit auch nutzen ;-))

Um mit mir selbst anzufangen :
ich lebe also, oder ---
zumindest vermute ich das ab und zu.

Ich bin Wassermann, oder, wie mir ein schlaues Buch über chinesische Astrologie sagt, ich wurde geboren im Jahr des Hahns (Februar 1958), neige daher zu kuriosen und gelegentlich sinnlosen Unternehmungen aller Art und gehöre überhaupt zu den Leuten, die ich selber nicht verstehen würde, wenn ich einer von ihnen wäre. Oder irgendwie so. Sagt das Buch. Manchmal ahne ich, es könnte recht haben.

Vielleicht ist das der Grund, warum ES sich mir schon im Alter von 12 Jahren schlagartig in den Kopf setzte, eines Tages nach Schulschluß beim Warten auf die Straßenbahn, guckend in die Mittagssonne...
= Sonnenstich ? ;-) ... :
daß ich Schriftsteller werden wollte / sollte / müßte....

Seither betreibe ich das mit wachsender Begeisterung (oder Umnachtung, je nachdem, wie man das sieht), und ein paar Jahre nach den ersten Texten kam auch noch die Idee hinzu, die Welt zusätzlich mit Bildern zu füllen.

Ein Kunststudium war nicht machbar, so habe ich mir im Laufe der Jahre eben einiges autodidaktisch selbst beigebracht.

Ich benütze die verschiedensten Techniken und Malmittel: Tusche, Blei- und Buntstift, Kreide, Aquarell, Acryl- und Ölfarben, Lacksprays, Photographie, seit 1998 auch Computergraphik, und Mischtechniken aus all dem. Außerdem mache ich Kleinplastiken und Holzschnitzerei. Die Größe meiner Arbeiten geht von wenigen Zentimetern bis zu 2-Meter-Bildern; noch größere mangels Platz zum malen bisher noch nicht.

Aber wenn ich mal groß und stark bin, dann... mal ich auch mal... was RICHTIG GROSSES....oder was richtig kleines....;-)

Seit etwa 1980 befasse ich mich außerdem mit Sprachaufnahmen, Musikexperimenten und Klangcollagen. Einige kürzere Beispiele dieser Arbeit finden sich hier auf meiner Website. Das neueste Ergebnis ist die Audio-CD 'Herz im Fluß', die ich mit meiner Autorenkollegin Susanne Nazet und mit dem Musiker Christian Maria Haug im Winter 2009/2010 aufgenommen habe.

Ich sehe Kunst als eine von mehreren Möglichkeiten an, den eigenen kreativen, teils unbewußten Energien Raum und Form zu geben, um sie bewußt zu machen - sowohl in mir selbst als auch im Betrachter - , oder sie sogar, nach alter magischer Anschauung, durch die Darstellung anzuziehen oder zu 'bannen'.

Das ist auch der Grund, warum ich denke, daß es bei einem Kunstwerk NICHT in erster Linie oder nicht NUR auf das 'Ergebnis' ankommt, ob damit also 'jeder' oder überhaupt irgendjemand 'etwas anfangen kann' oder ob es gar irgendwelchen (pseudo-)objektiven und schließlich immer wechselnden (Mode-)Kriterien genügt, die dem Ergebnis 'bescheinigen', daß es Kunst sei.

 
Es geht darum, was beim Prozeß des Erschaffens mit dem Künstler passiert. Ob er sich, in diesem Prozeß, selbst erschafft, sich selbst verwandelt zu einer Öffnung für das Bild, das Hauchbild, das in ihm träumt und erwachen will.

Wenn das gelingt, mag es für einen anderen, dessen eigene Verwandlungen damit gerade in Resonanz stehen, 'Kunst' sein.

Das trifft natürlich auf ALLE Künste zu, also auch auf Literatur, Film, auf Bilder aus Tönen und Stille, auf getanzte Öffnungen, auf die Künste der Heilung, der Meditation, der Religion... auf die Liebe...

  Traumrufer im Jahr 2010
     
Besucher meiner Website auf solche eigenen (!) Resonanzen hinzuweisen und die eigene (!) Suche danach vielleicht gar zu fördern, das ist neben der bloßen Präsentation von Kunst, Text und Ton der erhoffte Sinn dieser Website.

Und so ist auch der Name zu verstehen, den sie trägt.

Ein 'Traumrufer' ist jemand, der Träume ruft. Aus-ruft. Heraus-ruft. Herbei-ruft. Manchmal seine eigenen. Manchmal die Träume derer, die ihm zuhören.

Ein Traum ist ein Weg. Ein Traum ist nicht nur das vorüberhuschende, oft belächelte, meist unverstandene Bildgebräu, das ein schlafendes Bewußtsein sich selbst vorgaukelt, weil es sonst nichts zu tun hat. (So denken doch viele.)

Der Traum ist ein Zeichen des Lebens, auch im übertragenen Sinn in dem Begriff, der darauf verweist, was jemand tun, werden oder sein sollte: 'Lebenstraum'.

Der Traum ist ein Mittler zwischen oben und unten.
Oder zwischen innen und außen.

Außen ist, was wir gewohnheitsmäßig 'Realität' nennen.
Außen ist all unser bemühtes tagtägliches Tun, unsere nächtlichen Zweifel, unsere Freuden, unsere Sehnsüchte, unser Dahinleben und Dahingelebtsein, unsere Ziele, von denen wir oft gar nicht wissen wollen, ob sie wirklich zu uns gehören.

Innen ist die Frage auf unsere Antwort.
Innen ist Gott.

Daß ich mich für die Wissenschaften der Psyche interessiere, also für Psychologie und Philosophie und für die Kunst des religiösen Seins und Werdens bis hin zu Schamanismus und Okkultismus, beeinflußt oft sowohl die Wahl meiner Themen (die manchmal eher mich wählen als umgekehrt) als auch die Art der schöpferischen Umsetzung.

 
So...

...und da erinnere ich mich also erst nach diesem ganzen Redefluß durch das Stichwort Okkultismus an eine der wichtigsten Regeln der Alchymie :
' Plappere nicht soviel. '

Und deswegen halte ich jetzt meinen Schnabel. ;-)

  Traumrufer im Jahr 2010
 
 
Wolfgang K. Uhlig
Webmaster traumrufer.de
 
 
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