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Wunschkarten

 
Die Idee und die Bilder für diese Karten entstanden am 20. und 21. Februar 2006 aus einem Jahresendritual im Dezember 2005, das unter meiner Leitung in der 'Offenen Runde für Spiritualität, Liebe und Bewußtsein' stattfand.

Gerade zum Jahreswechsel haben viele Menschen Wünsche für das kommende Jahr. Nehmen sich irgendetwas vor, vielleicht an Sylvester, während die ersten bunten Raketensterne in den Himmel steigen. Und ein paar Wochen später wunderst Du Dich, wohin die Vorsätze gekommen sind.

Dabei ist das kein Wunder, denn wirkliches Wünschen erfordert Konzentration. Du kannst es nicht 'nebenbei erledigen'. Und Voraussetzung ist, daß Du weißt, was Du Dir überhaupt wünschst. Daß Du weißt, was Du wirklich willst. (Daß Du weißt, wer Du bist.) Das ist gar nicht so selbstverständlich, wie es sich anhört.

Betrachtest Du Deine Wünsche, betrachtest Du Dich selbst. Schaust Du tief genug, kannst Du auf erstaunliche Einsichten kommen. (Gelegentlich auch auf unangenehme. Das ist nicht schlimm, nimm es, wie es ist. Jede Einsicht, ob angenehm oder unangenehm, kann Dir als Wegweiser dienen --- auf Deinem Weg zu Dir selbst.)

Manche Wünsche relativieren sich dann. Lösen sich auf. Oder zeigen sich als wesentlicher, als Du vorher vielleicht dachtest.

Deinen Wunsch und Dich zu spüren, seine Bedeutung, seine Wirkung, seine Folgen, Deine Verantwortung für den Wunsch, für Dich und für alles, was damit zusammenhängt --- das ist Sinn eines solchen Rituals, einer solchen Meditation.

Bei dem Jahresendritual im Dezember 2005 wurden meditativ Wünsche für das kommende Jahr erspürt und danach auf dafür hergestellte und geweihte Kartonkärtchen geschrieben oder ausschließlich konzentriert hineingedacht. (Danke an Manfred für diesen Vorschlag.)

Die Karten wurden so mit der Wunschenergie aufgeladen. Anschließend wurden die Karten verbrannt, um den Wunsch auf den Weg zu schicken. Die Asche wurde von mir rituell in der Isar versenkt. (All das sind nur symbolische Handlungen mit dem Zweck, das Unbewußte anzusprechen. Wenn Du so ein Ritual selbst machen willst, dann kopiere nicht einfach irgendetwas in der Meinung, das 'müßte' genau so und nicht anders ablaufen. Finde die Symbolik, die Dir selbst entspricht und etwas in Dir zum Schwingen bringt. Und natürlich kann soetwas gemacht werden, wann immer es nötig ist. Du mußt nicht bis zum Jahresende warten, sondern nur auf den Zeitpunkt, an dem es für Dich selbst stimmt, mit Deinen Wünschen zu arbeiten.)

Eine solche Karte habe ich später für diese 'Wunschkarten'-Serie eingescannt. Die Farbe entspricht den original verwendeten Karten. Überhaupt ist die Bilddatei eine Entsprechung der Originalkarte, also lediglich eine Übertragung von einer realen Ebene auf eine andere, und insofern mit dem Original auch dem inneren Gehalt nach identisch.

'Das All ist Geist. Das Universum ist geistig.' (Kybalion, hermetische Tradition)

Alles ist eins. Daher gibt es keinen wirklichen Unterschied zwischen einem digitalen Objekt und einem aus unserer gewohnten 'Realität'. Es gibt keinen wirklichen Unterschied zwischen einem 'real' durchgeführten Wunschritual und einer digitalen Wunschkarte.

Die Bilddatei wurde zuerst wie geplant mit Text beschriftet, dann mit spontan entstehenden Bildern übermalt.

Beim Schaffensprozeß tauchten ungeplant plötzlich Assoziationen zu den 'Großen Arkana' des Tarot auf, deshalb entstanden schließlich 22 Karten. Vielleicht werde ich einige dieser Bilder zu einem späteren Zeitpunkt für einen kompletten Kartensatz verwenden und daraus auch (lang schon geplant) ein Internet-tarot bauen. Aber wer mag, kann ja schon jetzt über mögliche Bezüge der Karten und ihrer Plätze in der Reihenfolge der 'Großen Arkana' nachspüren.

Und wer dabei etwas entdeckt, kann es mir gerne mitteilen :-)

Ein Wunsch ist immer ein Wunsch --- ob auf eine 'reale' Karte, eine 'reale' Digitale Postkarte oder ins Wasser der Imagination geschrieben wird, ist dabei unwesentlich. Und doch mag es für manche Gelegenheiten schön sein, ein Bild vor sich zu sehen, das zu einem Wunsch Assoziationen weckt, Antworten, Fragen... So kam es zu der Idee für diese Karten, und ich *wünsche mir* ;-), daß die Karten auf eine gute Weise verwendet werden.

Wünschst Du etwas --- schenkst Du etwas.

 
 
Wolfgang Uhlig
13. April 2006, Gründonnerstag
 
 
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